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21.10.2020 : 0:42 : +0200

 

Christa Pellicciotta Marylou Glarner Elisabeth Trümpy

             Christa - Marylou - Elisabeth

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Bücher für den Herbstbeginn

Liebe Spätsommergeniesser

Der Sommer neigt sich langsam seinem Ende zu, die Sonnenschirme werden zugeklappt und Regenschirme in die Handtasche gelegt. Den ganzen Sommer über haben wir fleissig gelesen und stellen ein paar unserer Lieblinge aus den Neuerscheinungen vor. Ob ein Schweizer historischer Roman oder Krimi, ein Comic oder ein Roman über die Kunst des einfachen Lebens, eine Frauenbiografie oder eine Vatersuche, manche mögen Dystopien, andere lieber ein Kochbuch!

Bliibed gsund und munter!

Euer Wortreich-Team

Christa Pellicciotta, Marylou Glarner und Elisabeth Trümpy

Der Halbbart

Der Halbbart

Eine Empfehlung von Christa:
Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben, er sagt über sich, er sei wahrscheinlich ein Finöggel.
Im Jahr 1313 hat es so einer aber nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers fast täglich zu hören ist und Aberglaube den Alltag begleitet. Doch im Kloster gefällts ihm gar nicht, die Heuchelei erträgt er nicht und nur Säue hüten mag er nicht. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Doch vom Halbbart, einem Fremden, der plötzlich im Dorf auftaucht, erfährt der Junge, was die Menschen auszeichnet - und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht. Ein toll geschriebener historischer Roman, wo es räblet und tätscht, in der Sprache und im Leben der vielen verschiedenen Figuren. Sebi ist der rote Faden, der erzählt und uns durch die Augen eines Jungen, der hinterfragt und für uns vieles verständlich macht. Ich finde, das Buch ist nicht umsonst für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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Tage mit Felice

Tage mit Felice

Eine Empfehlung von Marylou:
Nachdem er den Job verloren hat, begibt sich ein junger Mann in ein ruhiges Bündner Bergdorf im Bleniotal, wo er früher seine Ferien verbracht hat. Er schliesst sich dem 90-jährigen Felice an, die beiden ziehen von nun an gemeinsam umher. Auch in der ruhigen Abgeschiedenheit sind die Tage lang und Felice hat immer was zu tun. Zusammen tauschen sie mit den Nachbarn Pilze gegen Beeren, hören sich in der Beiz die neusten Klatschgeschichten an oder pilgern zum frühmorgendlichen Bad in einer im Wald gelegenen Gumpe. Der Roman ist eine Ode ans einfache Leben - entschleunigend aber nie langweilig. Das Lesen hat sich beinahe wie Ferien angefühlt.

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Lauerzersee

Lauerzersee

Eine Empfehlung von Elisabeth:
Am Ufer der Insel Schwanau wird eine bewusstlose Frau gefunden, die erst vor Kurzem entbunden hat. Doch von dem Neugeborenen fehlt jede Spur. Für Valérie Lehmann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Leben des Kindes steht auf dem Spiel. Dann wird die Mutter im Spital getötet. Eine rätselhafte Tätowierung auf ihrem Körper führt die Kripo in die tiefsten menschlichen Abgründe - und ist erst der Beginn eines beispiellosen Verbrechens. Ich hab diesen Schweizer Krimi sehr gern gelesen!

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Land in Sicht

Land in Sicht

Eine Empfehlung von Christa:
Endlich wiedermal ein frischer, knackig geschriebener Roman! Zugrunde liegt eine Vatersuche, die junge Frau, Jana, macht sich nach einiger Überwindung auf die Suche nach ihrem Vater, den sie nie kennen gelernt hatte. Sie recherchiert und erfährt, dass ihr leiblicher Vater Kapitän auf einem Kreuzfahrtschiff auf der Donau ist. Sie springt über ihren Schatten und meldet sich für eine mehrtätige Schifffahrt an. Durchschnittsalter 70. Mit viel Selbstironie und Witz erzählt Jana ihre Erlebnisse auf dem Schiff, ihre Annäherung an den Vater, die Illusionen, Desillusionen und die Vergebung. Die Autorin hat einen Scharfblick für Personen und kann dies entsprechend bildhaft, manchmal urkomisch beschreiben. Ein Aufsteller, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Ich habe das Buch richtig gern gelesen, die junge Autorin hat mit ihrem Debüt ein feines, kluges Werk geschaffen, mit Humor und Menschlichkeit.

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Die illegale Pfarrerin

Die illegale Pfarrerin

Eine Empfehlung von Christa:
Die Autorin Christina Caprez hat die Lebensgeschichte ihrer Grossmutter Greti Caprez-Roffler niedergeschrieben, der ersten Frau, die von einer Pfarrgemeinde gewählt wurde. Am 13. September 1931 tut dies das Bündner Bergdorf Furna. Ein Skandal, der bis nach Deutschland Schlagzeilen macht und schliesslich als ungültig erklärt wird. Greti Caprez-Roffler ist 25 Jahre alt, frisch gebackene Theologin und Mutter. Sie zieht mit ihrem Baby ins Bergdorf, ihr Mann bleibt als Ingenieur in Zürich. Sie näht mit den Dorfbewohnerinnen Skihosen für die Mädchen, damit diese im Winter nicht in Röcken zur Schule fahren müssen. Es hat mich beeindruckt, wie die 1906 geborene Bündnerin Greti extrem modern war und überaus hartnäckig, wenn sie von einer Sache überzeugt war. Mit der ersten Seite hat mich das Buch reingezogen, es liest sich packend wie ein Roman. Das Buch beginnt mit der Zeit in Brasilien, wo das frisch verheiratete Paar einige Zeit verbringt, der Ehemann Gian als frisch gebackener Ingenieur. Sie reist dann bald alleine mit dem Ozeandampfer zurück, um das erste Kind in der Schweiz zu gebären und vor allem das Theologie-Examen zu machen. Eine junge mutige Frau mit klaren Zielen begeitet man in diesem Buch bis zu ihrem Lebensende, immer mit ihrem geliebten Gian an der Seite.

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Der Weltraumpostbote

Der Weltraumpostbote

Eine Empfehlung von Marylou:
Bob, der Weltraumpostbote, liebt seinen Beruf. Täglich liefert er Briefe und Pakete in die hintersten Winkel des Weltalls - jedenfalls in die, die er kennt. Als er eines Morgens eine neue Route fahren soll, passt ihm das gar nicht. Aber Widerstand ist zwecklos und so  macht er sich auf den Weg. Nur blöd, dass mit jeder Lieferung etwas schiefgeht: zuerst wird er völlig durchnässt, dann wird er von Hunden gejagt und zu allem Überfluss muss er sich auch von seinem Mittagsbrot trennen. Stinkwütend macht sich Bob auf den Rückweg. Aber war wirklich alles so schlimm, wie gedacht, oder war die Reise am Schluss sogar ein kleines Abenteuer? Eine liebevoll gestaltete Graphic Novel für Kinder - lustig, klug und originell.

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Foutah Djallon

Foutah Djallon

Eine Empfehlung von Christa:
Ein kleiner Verlag ruft an und schickt uns ein Exemplar zur Ansicht. Wir sind sofort begeistert von der Gestaltung, einfach und übersichtlich, und von den Rezepten! Gleich abends mache ich mich an ein Rezept, habe allerdingt nicht grad alle Zutaten im Hause..., aber Fisch ist Fisch, Reis ist Reis, denke ich, und die Senf-Zwiebel-Sauce, die bringe ich ungefähr hin. Es hat alles so wunderbar geschmeckt, dass wir noch immer davon schwärmen!
Die Autoren Mamadou Oury Balde, Eva Behringer und Carla Behringer begeben sich in FOUTAH DJALLON auf einen kulinarischen Streifzug durch Westafrika. In 77 Rezepten und sehr vielen Essens- und Reisefotos aus Guinea zeigt sich die farbenreiche und spannende Vielfalt der Westafrikanischen Küche. Von Streetfood-Lieblingen wie knusprig frittierten Maniokbällchen und gebackenen Kochbananen, über westafrikanische Kultgerichte wie z.B. Guineisches Maffè Tiga bis hin zu süssen Köstlichkeiten wie einem cremigen Thiacry mit fruchtigem Mangopüree. Ein "hantliches" Buch, das uns die westafrikanische Küche unkomplizert näherbringt und wirklich zum Nachkochen motiviert.

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