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10.3.2010 : 0:01 : +0100

Christine K. Gubler - kühn, klug und einfach kuhl!

Wir haben der Glarner Autorin ein paar Fragen zu ihrem Erstling gestellt:


Christine, warum ein Krimi?
Weil ich selber furchtbar gerne Krimis lese.

Du wurdest laut Suedostschweiz im Sprinter zu deinem Kriminalroman inspiriert, hattest du jeweils ein Buch dabei? Wenn ja, welches Buch hattest du zu dieser Zeit in der Tasche, als du die erste Idee für deinen Krimi hattest?
Beim Zugfahren löse ich meistens Sudokus (oder versuche es wenigstens). Zum Bücherlesen werde ich zu sehr abgelenkt. Aber die "Inspiration" kam aus folgendem Grund:
In der Schule für angewandte Literatur bekamen wir den Tipp, die Figuren für unsere Texte in der unmittelbaren Umgebung zu suchen. Und so eine Zugfahrt in einem Pendlerzug ist  ergiebig. Viele reden in den lautesten Tönen ungeniert über die privatesten Dinge, ohne zu realisieren, dass andere Leute sie hören können.

Anscheinend ist das Glarnerland deine Wahlheimat, wo bist du geboren? Und warum hast du dich für den Zigerschlitz entschieden?
Ich bin in Zürich und Basel aufgewachsen. Ins Glarnerland kam ich aus beruflichen Gründen (1989 sah ich in einer medizinischen Zeitschrift, dass in Näfels eine gynäkologische Praxis einen Nachfolger sucht). Das Glarnerland kannte ich ein wenig, da mein Mann Jahre vorher hier als Assistenzarzt am Spital gearbeitet hatte.

Wie und wo hast du die Recherchen für das Buch gemacht?
Vor allem im Internet.

Was hast du, aus deiner Sicht, für einen Schreibstil? Wenn du ihn vergleichen könntest?
Ich versuche, möglichst einfach zu schreiben. Dinge zu beschreiben und darzustellen, nicht zu interpretieren. Dem Leser Raum für eigene Interpretationen zu lassen.

Wo hast du mehr Zeit investiert bei der Recherche?
Blut oder Charakter?
Eindeutig bei den Figuren (Charaktere). Die Plots (Blut) sind eher simpel und beruhen auf Ereignissen, die ich en passant mitbekommen habe.

Mörder oder Polizist? 
Fifty / fifty

Essen oder Landschaft?
Landschaft. Ausser Zigerbrüt und Glarnerpasteten (welche dem Lokalkolorit dienen) kommen keine Nahrungsmittel vor.

Dialoge oder Beschreibungen?
Fifty / fifty

Wie lautet der erste Satz im Buch?
Verwirrt hob der alte Hefti den Kopf, richtete den Oberkörper auf und versuchte, sich auf die unterste Treppenstufe zu setzen.

Und der erste auf der Seite 125?
"Wenn ich nicht mehr stille, kannst du den Mädchen in der Nacht die Flasche geben, das wird dir gefallen."

Und der letzte?
Der Sprinter fuhr in den Bahnhof ein und stand mit der Türe des Erstklassabteils direkt vor Gilles still. Zum ersten Mal fiel ihm das grosse, rautenförmige Signet auf: «Selbstkontrolle».


Vielen Dank!